
Der am Samstag ausgebrochene Grimsvötn schleuderte seine Asche teilweise mehr als 20 Kilometer in die Luft und liegt unter dem größten Gletscher Islands, dem Vatnajökull.
Dutzende Flüge von und nach Schottland mussten gestrichen werden. Am Donnerstag soll die Aschewolke nach Vorhersage der europäischen Flugsicherheit den westfranzösischen und nordspanischen Luftraum erreichen. Mit Auswirkungen auf den österreichischen oder mitteleuropäischen Luftraum wird nicht gerechnet und somit wird die Behinderung des Flugverkehrs wohl nicht so massiv ausfallen, wie vor einem Jahr. Die Eruption des Vulkans hat gestern etwas nachgelassen und die Rauchsäule ist etwas niedriger geworden. Die starken Nordwinde, die über Island fegen können allerdings auch Auswirkungen auf die Höhe der Rauchsäule haben.
Etwa 50% der Wolke besteht aus Basaltteilchen, die relativ schwer sind und somit bald wieder zu Boden sinken. Nur etwa 10% der Asche ist so fein, das sie weite Strecken erreichen könnte. Seit gestern gab es keine Erdbeben mehr und das Magma ist schwankend und leicht nachlassend. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass die Ausbrüche des Grimsvötn meist in den ersten Tagen am stärksten ist. Dennoch weiß niemand, ob es nur eine Atempause ist oder die Eruption tatsächlich bereits abschwächt.
Die letzten Ausbrüche des Grimsvötn waren 1998 und 2004, dieser ist deutlich stärker.